Für den Projekterfolg müssen alle an der Planung Beteiligten gemeinsam als Team auftreten und agieren. Denn nur, wenn das gesamte Planungsteam funktioniert, ist ein Projekterfolg möglich. Die Erfahrung zeigt aber, dass insbesondere die vollständig richtige Einbindung des Bauherren ins Projektteam oftmals nicht gelingt. Aber wie sollte die Aufteilung/ die Kommunikation im Team aufgebaut werden? Wie ist der Bauherr als ein wesentliches Mitglied des Planungsteams sinnvoll eingebunden und welche Aufgaben hat er? Was darf von einem guten Planer erwartet und auch eingefordert werden? Das Seminar beantwortet diese Fragen und zeigt Wege und Werkzeuge zum Projekterfolg durch konsequentes Bauherrenmanagement.

 

TAG 1 – „MITTELMAß HAT DIE WELT GENUG. WARUM BAUHERREN UND PROJEKTE OFT NICHT FUNKTIONIEREN !“ | 13.00 – 17.00 UHR

THEMA 1: EINLEITUNG + DAS MANAGEMENT

Wie oft haben nicht, oder zu spät getroffene Entscheidungen des Bauherrn zu fatalen Störungen im Projektablauf geführt? Professionell bereinigen wir das Problem, beseitigen aber in den meisten Fällen nicht die Ursache der Störung, die fehlende Entscheidung des Bauherrn. Auch ungeklärte Ziele und Bedarfe des Bauherrn führen in unzähligen Fällen zu Störungen im Projekt und für den Bauherrn zu unzufrieden stellenden Ergebnissen.

Die Branche erfährt aktuell einen Paradigmenwechsel! Architekten erleben spürbar, dass herkömmliche Methoden der Komplexität und Schnelligkeit heutiger Projekte nicht gerecht werden.

Die Lösung ist der Einsatz eines zeitgemäßen Managements, um grundlegende Elemente der Prozessabwicklung, wie der Umgang mit der Information, die gezielte Entscheidungslenkung und die konsequente Steuerung einzelner Rollen, Aufgaben und Pflichten, kontrolliert zu verarbeiten und zu dokumentieren.

THEMA 2: DER BAUHERR UND DAS PLANUNGSTEAM

Wie nimmt der Bauherr den Projektablauf wahr? Sind ihm seine Aufgaben und Pflichten im Projekt bekannt? Ob Einzelperson oder Gruppe, der Architekt muss lernen, sich auf die Eignung und die Besonderheiten des Bauherrn einzustellen und ihn so funktionierend in den Projektablauf einzubinden. Ihm ist in der Regel seine Rolle und Funktion im Team – aber auch die Auswirkung von fehlenden oder zu spät im Prozess getroffenen Entscheidungen – nicht bewusst.
 Die Branche im Allgemeinen versäumt an dieser Stelle, dem Bauherrn neben seinen Rechten, nachhaltig seine Aufgaben und Pflichten zu vermitteln. Wer regelt die detaillierten Pflichten von Bauherrn und sorgt dafür, dass er die in seinem Projekt an Ihn gerichteten Erwartungen erfüllt. Werden später entstandene Defizite im Projekt auch für ihn spürbar, ist es für Korrekturen im Projektablauf meist zu spät. Die Folgen sind Terminverschiebungen, Kostenüberschreitungen und nicht erreichte Qualitäten und Ziele und so eine teamübergreifende Unzufriedenheit.

Für den Bauherrn steht, trotz eigener Versäumnisse, oft nicht zu Unrecht der Verursacher schnell fest: der Architekt bzw. das Planungsteam. Abgesehen von den Versäumnissen des Bauherrn zwingen den Architekten tatsächlich, die mit den Grundleistungen beauftragten Koordinationsleistungen dazu, den Bauherrn frühzeitig, verbindlich und wirkungsvoll in seine Aufgaben und Pflichten einzubinden.

ab 18.00 Uhr – GET TOGETHER | Gemeinsames Abendessen und Netzwerkveranstaltung

 

TAG 2 – “ WIE DER BAUHERR UND SEIN TEAM ENDLICH FUNKTIONIEREN… DIE EVOLUTION IN DER BAUBRANCHE“ | 9.00 -17.00 UHR

THEMA 3: TOOLS UND STANDARDS

Sie erhalten Einblicke in ein professionelles Bauherrenmanagement und Standards zur gezielten Einbindung und Koordination von Bauherren und so zur Sicherung des Projektablaufs:

  • Standardisierte Bauherrenworkshops
  • Terminmanagement für Bauherren
  • Entscheidungsmanagement
  • Projekt-Handbuch für Bauherrn
  • Bauherrenmanagement im Unternehmensmarketing

Diese Standards koordinieren und sichern Abläufe bzw. Termine und verdeutlichen frühzeitig die Verantwortlichkeiten des Bauherrn und/oder seiner Vertreter. Der Bauherr erhält durch eine transparente Kommunikation und sichere Führung im Projektablauf die notwendige Stabilität und in seinem Projekt das gewünschte Ergebnis … so profitieren Bauherr und Projektteam.

THEMA 4: FINALE UND ÜBERLEITUNG IN DEN WORKSHOP

Nach einer kurzen Zusammenfassung und einem kurzen Impulsvortrag werden nun die am ersten Tag identifizierten typischen Problemstellungen im Rahmen von Workshops mit den zuvor vorgestellten Tools und Standards sinnvoll verknüpft. Es wird klar, wie und warum die Tools und Standards wirken. Es wird die Möglichkeit geben, eigene Erfahrungen und Ansätze einzubringen – aber auch von den Erfahrungen der anderen Teilnehmer zu partizipieren.